Geschäftsbericht 2014: Rekordhohe Brandschäden im Kanton Zug

Das Jahr 2014 war für die Gebäudeversicherung Zug einmal mehr ein ausserordentliches Schadenjahr. Die Schadensumme fiel mit 22.1 Mio. Franken fast doppelt so hoch aus wie im Vorjahr (12.3 Mio.). Rund 90 Prozent der Schadensumme entfiel auf zwei Grossbrände in Zug und Hünenberg.

Am 17. Juli 2014 kam es auf dem Dach der sich im Umbau befindenden Zuger Kantonalbank am Postplatz in Zug zu einem Grossbrand. Dieser weitete sich rasch auf das gesamte Dach und das oberste Geschoss aus. Mit über 15 Mio. Franken handelt es sich um den teuersten Einzelschadenfall in der Geschichte der Gebäudeversicherung Zug. Ein weiterer Grossbrand ereignete sich am 17. September in Hünenberg, wo eine Scheune niederbrannte. Insgesamt brannte es im Kanton Zug 80 Mal. Die Gesamtkosten für Brandschäden beliefen sich auf rekordhohe 19.16 Mio. Franken (Vorjahr 3.17).

Der Blick in die Jahresstatistik zeigt, dass die 1185 Zuger Feuerwehrleute insgesamt 798 Mal ernstfallmässig ausrückten – im Durchschnitt zweimal pro Tag. Nur 10% der Einsätze betrafen die Brandbekämpfung. Die übrigen 90% entfielen auf Elementarereignisse, technische Hilfeleistungen oder beispielsweise die Öl- und Chemiewehr. Insgesamt leisteten die Angehörigen der Zuger Feuerwehren über 16’000 Einsatzstunden.

Weniger Elementarschäden
Im Elementarbereich führten Sturm und Regen unter anderem am 5. Oktober zu zahlreichen Schäden. Gesamthaft wurden 361 Elementarschäden mit einer Schadensumme von 3.01 Mio. Franken erfasst (Vorjahr 9.14 Mio.). Nach einer Reihe von Jahren mit schweren Elementarschäden erwies sich das Jahr 2014 für einmal wettermässig als ruhiges Jahr.

Versicherungsprämien
Per 31. Dezember 2014 waren bei der Gebäudeversicherung Zug 24’711 Gebäude mit einem Versicherungswert von 44.98 Mrd. Franken versichert. Die Bruttoprämieneinnahmen betrugen 28.23 Mio. Franken. Diese wurden anteilsmässig auf die Versicherung (23.71 Mio.) und das Amt für Feuerschutz (4.52 Mio.) verteilt.

Gewinn und Reserven
Der Jahresgewinn von 1.039 Mio. Franken wurde dem Eigenkapital zugewiesen. Die Reserve per 31. Dezember entsprach 1.2644 Promille des Versicherungswertes. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Durchschnittswert aller 19 kantonalen Gebäudeversicherungen.

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